Alle Juden aus dem Ghetto in Krakau, die nicht getötet worden waren, kamen in ein Arbeitslager. Oskar Schindler macht sich den Lagerleiter zum Freund und bekommt den Großteil seiner Arbeitskräfte zurück. Er wird immer öfter mit Einzelschicksalen persönlich konfrontiert und beginnt sogar aktiv zu helfen. Außerdem muss er die Willkür und Grausamkeit der Deutschen aus nächster Nähe miterleben. Nun macht ihn das Terrorregime, das er an sich ausnützt, Angst und er versucht sich davon zu distanzieren. Unter den Juden gilt er als ihr Beschützer. Das bringt ihn selbst fast ins Gefängnis.
Als dann auch das Arbeitslager geschlossen wird und alle Insaßen nach Auschwitz ins Konzentrationslager geschickt werden sollen, will O. S. seine Koffer und Geld packen und zurück nach Wien fahren. Doch dann wird ihm klar, dass alle Juden, die für ihn gearbeitet haben und mit denen er fast schon befreundet ist, in den sicheren Tod geschickt werden.
So schmiedet er einen sehr kühnen Plan: Er kauft den Deutschen seine Arbeiter wir Sklaven ab und gründet in Mähren eine Munitionsfabrik für die deutsche Wehrmacht. Für die Umsetzung dieses Planes gibt er sein gesamtes Vermögen. Aber er schafft es trotz vieler Hindernisse seine "Liste" von 1 100 jüdischen Arbeitern vor dem Konzentrationslager zu retten. Die Munitionsfabrik produziert dann monatelang unbrauchbare Munition und so sabotiert er auch noch den Krieg. Als die Kapitulation Deutschlands ausgesprochen wurde, hat S. kein Geld mehr aber alle "Schindler-Juden" haben überlebt und dürfen als freie Menschen ein neues Leben beginnen.
O. S. war kein Wehrdienstverweigerer, aber er konnte durch gute Kontakte und geschicktes Agieren ganz legal dem Kriegsdienst entgehen. Er hat auf Kriegswichtige Betriebe gebaut. Dass er in den letzten Kriegsjahren sein Vermögen, seine Kontakte und seine Geschicklichkeit für Planung und Umgang mit Menschen für die Rettung von möglichst vielen Juden genützt hat, ist eine ungeheuer beeindruckende Wandlung seiner Persönlichkeit.